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2. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzanlagen

AKQUISITIONEN, DESINVESTITIONEN UND FINANZANLAGEN

Der Fresenius-Konzern hat Akquisitionen und Finanzanlagen in Höhe von 1.612 Mio € im Jahr 2011 bzw. 644 Mio € im Jahr 2010 getätigt. Hiervon wurden im Jahr 2011 Kaufpreiszahlungen in Höhe von 1.397 Mio € in bar geleistet und Verpflichtungen in Höhe von 215 Mio € übernommen.

Fresenius Medical Care

Die Akquisitionsausgaben der Fresenius Medical Care im Geschäftsjahr 2011 betrugen 1.429 Mio €, die im Wesentlichen auf die Akquisitionen von International Dialysis Centers, dem Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedic International, und American Access Care Holdings, LLC (die Zentren zur ambulanten Rundumversorgung von Gefäßzugängen bei Dialysepatienten betreibt) entfielen. Des Weiteren gewährte Fresenius Medical Care ein Darlehen an das nahe stehende Unternehmen Renal Advantage Partners, LLC, der Muttergesellschaft der Renal Advantage, Inc., einem Anbieter von Dialysedienstleistungen, und erwarb eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 49 % an der Renal Advantage Partners, LLC.

Im Dezember 2010 hat Fresenius Medical Care die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Galenica Ltd., Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. (VFMCRP), zur Entwicklung und zum Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Blutarmut und zur Regulierung des Knochenstoffwechsels bei Dialysepatienten und bei Patienten mit chronischem Nierenversagen, die noch keine Dialysebehandlung benötigen, angekündigt. In den USA wurde die Akquisition Ende 2010 abgeschlossen. Mit Zustimmung der verantwortlichen Kartellbehörde der Europäischen Union im 4. Quartal 2011 wurde die Gründung von VFMCRP am 1. November 2011 offiziell abgeschlossen. Nach Abschluss der Akquisition in der Europäischen Union operiert VFMCRP nun weltweit, mit Ausnahme der Türkei und der Ukraine. In diesen Ländern wurde die kartellrechtliche Genehmigung noch nicht erteilt.

Die übrigen Akquisitionsausgaben entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken.

Die Akquisitionsausgaben der Fresenius Medical Care im Geschäftsjahr 2010 betrugen 596 Mio € und entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken, die Gründung von VFMCRP, den Erwerb von Lizenzen und die Übernahme des Peritonealdialyse-Geschäfts außerhalb der USA von Gambro.

Fresenius Kabi

Im Jahr 2011 wendete Fresenius Kabi 11 Mio € für Akquisitionen, im Wesentlichen für Compounding-Gesellschaften in Deutschland, auf.

Fresenius Kabi tätigte im Jahr 2010 Akquisitionen in Höhe von 31 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb der cas central compounding baden-württemberg GmbH, Deutschland und der Fortuna Herstellung GmbH, Deutschland, entfielen.

Fresenius Helios

Fresenius Helios tätigte im Geschäftsjahr 2011 Akquisitionsausgaben in Höhe von 45 Mio €, die im Wesentlichen auf die im Dezember 2011 abgeschlossene Akquisition von 51 % der Anteile an der Katholisches Klinikum Duisburg GmbH, Deutschland, sowie auf die im Mai 2011 abgeschlossene Akquisition der Gesundheitszentren Landkreis Rottweil GmbH, Deutschland, entfielen. Ferner leistete Fresenius Helios eine weitere Kaufpreiszahlung für die HELIOS St. Marienberg Klinik Helmstedt GmbH, Deutschland.

Fresenius Helios tätigte im Jahr 2010 Akquisitionsausgaben in Höhe von 13 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb des Kreiskrankenhauses St. Marienberg in Helmstedt, Deutschland, und den Erwerb von medizinischen Versorgungszentren entfielen.

Fresenius Vamed

In den Jahren 2011 und 2010 tätigte Fresenius Vamed keine wesentlichen Akquisitionen.

Konzern/Sonstiges

Im November und Dezember 2011 erwarb die Fresenius SE & Co. KGaA 1.399.996 Stammaktien der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Dadurch erhöhte sich der Stimmrechtsanteil an der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA auf 30,74 % zum 31. Dezember 2011. Insgesamt sollen 3,5 Millionen Stammaktien erworben werden.

Ferner wurden im Segment Konzern/Sonstiges im 1. Quartal 2011 die restlichen Anteile an der HELIOS Kliniken GmbH, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 54 Mio € erworben.

AUSWIRKUNGEN VON AKQUISITIONEN AUF DEN ABSCHLUSS DES FRESENIUS-KONZERNS

Die Akquisitionen des Geschäftsjahres 2011 wurden gemäß der Erwerbsmethode bilanziert und infolgedessen ab dem Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Sie sind jede für sich nicht wesentlich. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Akquisitionskosten und dem Marktwert des Nettovermögens betrug 1.057 Mio € bzw. 480 Mio € im Jahr 2011 bzw. 2010.

Die Kaufpreisaufteilung wurde noch nicht für alle Akquisitionen abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisaufteilung wurden 931 Mio € als Firmenwerte und 126 Mio € als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Von diesen Firmenwerten entfallen 822 Mio € auf die Akquisitionen von Fresenius Medical Care, 14 Mio € auf die von Fresenius Kabi und 95 Mio € auf die von Fresenius Helios.

Die im Geschäftsjahr 2011 durchgeführten bzw. erstmalig für ein volles Geschäftsjahr einbezogenen Akquisitionen leisteten zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung den folgenden Beitrag:

in Mio € 2011
Umsatz 178
EBITDA 25
EBIT 19
Zinsergebnis 14
Konzernergebnis 6

in Mio € 2011
Umsatz 178
EBITDA 25
EBIT 19
Zinsergebnis 14
Konzernergebnis 6

Die Akquisitionen haben die Bilanzsumme des Fresenius-Konzerns um 1.442 Mio € erhöht.

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